Fit ins Frühjahr starten: Mit einer Neunkräutersuppe.

Bereits aus alten Überlieferungen entnehmen wir, dass die ersten Frühlingskräuter uns viel Kraft schenken und ordentlich unseren Stoffwechsel ankurbeln. Wildkräuter besitzen eine geballte Ladung an Nähr- und Vitalstoffen und wirken blutreinigend und stärken unseren gesamten Organismus.

Stets im Frühjahr und Herbst sollten wir immer unseren Körper entschlacken und entgiften – damit wir uns von altem Ballast befreien!

Noch heute wird mancherorts am Donnerstag vor Ostern, am Gründonnerstag, eine Neunkräutersuppe zubereitet. Nach dem Volksglauben, soll sie uns vor Krankheiten über das ganze Jahre hindurch bewahren!

Folgende Kräuter können für die 9-Kräutersuppe verwendet werden:

  • Gundermann
  • Knoblauchsrauke
  • Schafgarbe
  • Bärlauch
  • Löwenzahn
  • Giersch
  • Brennnessel
  • Taubnessel
  • Spitzwegerich
  • Brunnenkresse
  • Scharbockskraut (vor der Blüte)
  • Wiesenschaumkraut

Vom Scharbockskraut essen wir stets nur kleine Mengen und lediglich vor der Blüte. Auch das Wiesenschaumkraut, Bärlauch und die Brunnenkresse sollten in gemässigten Mengen gegessen werden, da sie sonst unsere Schleimhäute reizen könnten. Generell dosiere ich aromatische sowie besonders bittere Kräuter in der Neunkräutersuppe geringer.

Und generell gilt auch; weniger ist manchmal mehr! Gerade wenn wir richtig verschlackt sind, gilt es erstmals Wildkräuter stets niedrig zu dosieren. Wildkräuter muss man natürlich stets auch immer zu 100% bestimmen können, wenn man sie sammelt.

Welche Zutaten benötigst du?

Etwas Bio-Butter, 1 Handvoll Wildkräuter (gesamthaft), eine mittelgrosse Zwiebel, 4 Bio-Kartoffeln, hefefreie Bio-Bouillon, 1 Liter Wasser, Salz, Pfeffer, evtl. Bockshornkleepulver, Blüten der Wildkräuter für die Garnitur und ich gebe auch meist noch etwas Schnittlauch hinzu. Wer Lust hat, kann ganz am Schluss auch etwas saure Sahne hinzu geben.

Rezept für 2 Personen – für eine Neunkräutersuppe 

1. Dünste eine mittelgrosse, fein geschnittene Zwiebel in etwas Butter (wenn du vegan lebst: Kokosfett) an. Beiseite stellen!

2. Ca. 4 mittelgrosse – klein geschnittene – Kartoffeln im Butter andünsten. Dann mit ca. 1 Liter Gemüsebouillon (ohne Hefe) auffüllen. Kartoffeln gar kochen (wenn du sie klein schneidest, sind sie in ca. 10-15 Min. gar gekocht).

3. Gesamthaft 1 Handvoll – jedoch 9 verschiedene – Wildkräuter (am Besten aus dem eigenen Garten) sammeln. Waschen und rasch mit der Salatschleuder etwas trocken schleudern. Die Kräuter klein schneiden und der Suppe beigeben. Die Suppe ca. 10 Min. ziehen lassen oder einige köcheln sie ganz kurz. Anschliessend pürieren (Stabmixer).

4. Nochmals kurz durchziehen lassen und mit Salz, Pfeffer und ggf. etwas Bockshornklee abschmecken. Die Zwiebeln am Schluss dazugeben.

5. Für die Garnitur: Gänseblümchenblüten, Wiesenschaumkrautblüten oder die Blüten vom Gundermann.

Wer Lust hat, gibt ein Klecks saure Sahne hinzu! Wer die Neunkräutersuppe lieber vegan mag und zusätzlich auch noch etwas seine Darmflora aufpeppen möchte: Gibt ein Klecks Mandelmus hinzu!

Ein Tipp: Sammle auch 1-2 „halb offene“ Gänseblümchen. Wenn du sie in die warme Suppe gibst, gehen sie vor deinen Augen auf ;-).

Dazu passt: Knäckebrot aus schwarzem Reis (glutenfrei) oder Chili-Kracker mit etwas Butter oder Cashewkäse!

Du möchtest gesund und kraftvoll in den Frühling starten? Kontaktiere mich für eine Ganzheitliche Ernährungs- und Gesundheitsberatung (on-/offline)! Eine individuelle Beratung unterstützt uns ganz konkret mit unseren Beschwerden – erfahrungsgemäss gelingt es den meisten Menschen auch nur so, sich wirklich langfristig von alten, ungesunden Verhaltensmuster zu verabschieden!