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Entgiften, entgiften, entgiften…

Du bist sehr oft mit einer Entgiftung von deinem Körper oder einer (neuen) Diät in deinem Leben beschäftigt? In diesem Artikel erkläre ich dir, wieso es dir in diesen Fällen meist dann doch rasch wieder schlechter geht oder du (erneut) scheiterst mit deinem Vorhaben und das wir nie über unsere körperlichen Grenzen hinaus gehen sollten. Ich erachte es als besonders wichtig wieder zu lernen, was wir wirklich brauchen und unserem Körper (auch auf Dauer) gut tut und darauf achte ich jeweils auch in meinen Beratungen.

Vorgängig möchte ich hier jedoch erwähnen; Es spricht natürlich nichts gegen eine Entschlackungskur im Frühjahr und Herbst oder wenn wir beispielsweise an Nahrungsmittelintoleranzen oder anderen körperlichen Schwierigkeiten leiden. Und sicher auch nichts gegen kurze Kuren mit unseren wundervollen Heilkräuter aus der Umgebung. Wir können unseren Körper, wenn wir eine Entgiftungskur, eine spezielle Diät (z.B. bei Nahrungsmittelintoleranzen) sowie immer Mal wieder ganz gezielt Heilkräuter einnehmen stärken und unterstützen. Für eine längere Entgiftung sollten wir jedoch unbedingt die nötigen physischen und psychischen Ressourcen dafür besitzen.

Wir leben in einer Welt, in der sehr vieles möglich ist. Wir werden geradezu überschwemmt mit Angeboten im Bereich der Ernährung und Gesundheit. Mir persönlich fehlt in manchen Fällen der ganzheitliche Blick auf den Menschen. Ich erachte es sogar als wichtiger beispielsweise jeweils auf eine gute Qualität der Nahrungsmittel und auch bei Heilkräutern zu achten, als auf die verschiedene Diätformen. Auch spielen Zeiten, in denen man natürliche Heilmittel und Heilkräuter sowie auch bestimmte Nahrungsmittel zu sich nimmt oft eine entscheidende Rolle. Oder auch in welcher Umgebung ein Mensch sich befindet, kann für unsere Gesundheit wichtig sein. Um hier nur einige Beispiele zu nennen, worauf ich in meinen Beratungen achte.

Es gibt immer wieder Menschen, welche bereits sehr viele Entgiftungen und Diäten hinter sich haben oder sich bereits mit vielen Ernährungsformen auseinander gesetzt haben. Und trotzdem sehe ich gerade oft bei diesen Menschen, dass ihre Gesundheit nie stabil ist/wird oder sie auch unter einem großen Leidensdruck (und vielleicht auch Leistungsdruck) stehen.

Wieso ich persönlich denke, dass das so ist…

Als Erstes glaube ich nicht, dass wir irgendwann einen Punkt im Leben erreichen werden, an dem wir seelisch, körperlich sowie geistig immer ausgeglichen sind. Es ist für mich ein Weg, den wir gehen und wir müssen (dürfen) eigentlich stets wieder dieses Gleichgewicht in uns anstreben, auch unter Berücksichtung der gegebenen Lebensumstände, in denen ein Mensch lebt und seinen Veranlagungen, die er mit sich bringt.

Manchmal ist das Leben wunderschön, die Dinge laufen so, wie wir uns das vorgestellt haben und manchmal haben wir mit Schwierigkeiten und Widrigkeiten zu kämpfen, die uns auch ganz schön an die Nieren gehen können! Auch mögen manchmal äußere Umstände unterstützend sein, manchmal aber auch nicht. Darum ist für mich immer wieder der Blick „nach Innen“ auch wichtig! Denn nur wir selber können wirklich zu diesem Gleichgewicht schlussendlich beitragen. Ich erachte es persönlich als sehr wichtig, beide Seiten – die schönen sowie die weniger schönen Seiten im Leben – bewusst wahrzunehmen und auch anzuerkennen und auch seine eigene Lebensweise zu finden, wie man sich wirklich wohl fühlt im Leben.

Wenn wir unsere Individualität anerkennen und unsere Bedürfnisse nicht nur kennen, sondern ihnen auch Raum geben im Alltag, können wir viel für uns selber tun. Es gibt uns ein Gefühl der Selbstkompetenz, dass uns im Alltag stärkt.

Neben meinem Beruf als Ernährungsberaterin, arbeite ich als Körpertherapeutin (Tanz- und Bewegungstherapeutin). Dieser Beruf bekommt – bedauernswerter Weise aus meiner Sicht – viel zu wenig Anerkennung. Das finde ich sehr schade, denn ich erachte es als wirklich wichtig und so ist auch meine persönliche Erfahrung im Leben, sich selber wieder bewusst zu spüren, uns besser wahrzunehmen, wieder zu lernen, wie wir mit unseren Gefühlen, Gedanken und Körperempfindungen umgehen. Dieses DA-SEIN mit allem, was natürlich manchmal einfacher klingt als es ist, hat mich selber unendlich befreit in meinem Leben!

Doch wieso schreibe ich dies im Zusammenhang mit Entgiftungen und Diäten?

Weil ich manchmal feststelle, dass diese bei einigen Menschen wie eine Projektion auf einen anderen Bereich (manchmal auch mehrere) darstellen können, weil unsere eigenen Gefühle, Gedanken und Körperempfindungen in diesem Moment uns einfach zu intensiv erscheinen. Zumindest dann, wenn wir diese um jeden Preis umsetzen möchten und unser Wohlbefinden dabei außer Acht lassen. Ich erachte es auch als menschlich, dass wir manchmal unsere eigenen Probleme „nach außen“ projizieren. Ich denke das kennt jeder Mensch und tun wir alle manchmal in irgend einer Form. Doch wissen wir alle (manchmal unbewusst) dass wenn wir diese nicht zu uns zurück nehmen, werden sie wie ein Bumerang auf uns zurück kehren und wir werden wieder mit denselben Problemen konfrontiert sein. Ein Teufelskreis.

Wenn jemand sehr stark nur an Zielen in der Ernährung festzuhalten versucht, dabei aber sein eigenes Wohlbefinden außer Acht lässt, ist es für mich immer der falsche Weg, der eigentlich nie zum Erfolg führt.

Der Körper kennt den Weg und wir sollten uns dieser Weisheit, welche natürlicherweise auch bereits in uns vorhanden ist, bewusst werden.

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