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Die Bärlauchzeit

Der Bärlauch (Allium ursinum) stammt aus der Familie der Liliengewächse (Liliaceae). Der Bärlauch besitzt einen hohen Gehalt an ätherischen und schwefelhaltigen Ölen, welche unseren Körper entschlacken und reinigen im Frühjahr. Ca. im März und April – je nach Standort – können wir die schönen, jungen Blätter (vor der Blüte) ernten und über unsere Speisen geben. Aber auch die Blüten und Knospen vom Bärlauch können wir essen. Die Knospen können wir wie Kapern einlegen.

Man erzählt, dass auch einst Bären nach ihm gesucht haben sollen, um ihn nach dem Winterschlaf zu essen und um Magen, Darm und Blut zu reinigen.

Der Bärlauch wirkt unter anderem:

  • reinigend
  • stärkend
  • entgiftend
  • durchblutungsfördernd
  • antiviral
  • antibiotisch
  • antifungizid

Bereits Kräuterpfarrer Künzle soll den Bärlauch erwähnt haben: „Wohl kein Kraut der Erde ist so wirksam zur Reinigung von Magen, Gedärmen und Blut wie der Bärlauch“.

Auch früher nutzte man der Bärlauch als Würze oder stellte aus ihm beispielsweise einen Wein her.

In der Volksheilkunde setzt man den Bärlauch bei folgenden Beschwerden ein:

  • bei Blähungen
  • bei Verstopfungen
  • er wirkt generell günstig auf unseren Magen und Darm
  • durch seinen hohen Gehalt an Senfölglykosiden wirkt er anregend auf unsere Verdauungssäfte (Achtung: zu viel kann Reizungen ergeben, daher nie übertreiben!)
  • unterstützend bei hohem Blutdruck
  • wir können ihn zum Entschlacken im Frühjahr verwenden
  • er verhindert das Cholesterin sich an den Gefässwänden ablagert
  • unterstützend bei zu hohem Blutzuckerspiegel
  • sowie zur Thromboseprophylaxe
Der Bärlauch sucht sich einen feuchten, humusreichen und schattigen Platz. Häufig finden wir ihn im Wald. Der starke Knoblauchgeruch kommt einem meist gleich entgegen. Wie hier; wächst er oft nicht alleine.

Wichtig: Beim Bärlauch besteht eine Verwechslungsgefahr mit dem Maiglöckchen und Herbstzeitlose, welche beide giftig sind! Wildkräuter musst du immer zu 100% bestimmen können, wenn du diese sammelst. Meist kennt man jedoch jemanden in seiner Umgebung, welche/r sich gut auskennt mit dem Bärlauch und sicher gerne weiter hilft.

Die Blätter sind nicht zum Trocknen oder Einfrieren geeignet, da sie ihre Wirkung verlieren. Doch Wildkräuter frisch zu verzehren, schmeckt ohnehin am Besten ;).

Die Samen verbreiten sich über Wind und Ameisen.

Wenn du einfache Wildkräuter kennen lernen möchtest und wissen möchtest, wie du diese verarbeiten kannst, kannst du hier (nur noch für kurze Zeit) an meinem Online-Kräuterkurs teilnehmen: Hier findest du mehr Info’s!

Persönlich benutze ich den Bärlauch meist um leckere vegane Pesto’s herzustellen, für Salate, Suppen, Gnocci, Knäckebrot oder streue ihn fein geschnitten über mein getoastetes Vollkornbrot mit veganem Cashewkäse und manchmal auch Butter. Doch auch im Risotto schmeckt er lecker.

Risotto mit Bärlauch –  Ein Rezept für 4 Personen:

Zutaten:

  • 250 g Risotto-Reis
  • 500 g Butternuss-Kürbis (geschält und entkernt)
  • 1 EL Kokosfett
  • 2 Zwiebeln
  • 90 ml Bio-Weisswein
  • ca. 6 Safranfäden*
  • 750 ml Bio-Gemüsebrühe
  • 1 EL Oregano
  • 50 g Schafkäse (der zu Risotto gut passt)
  • evtl. etwas Steinsalz, Pfeffer
  • und natürlich frische, junge, saubere und schöne Blätter des Bärlauch (Wildkräuter immer frisch verwerten).

* beim Kauf hier bitte stets besonders auf eine hochwertige Qualität achten. Safran solltest du nicht in der Schwangerschaft zu dir nehmen.

Zubereitung:

  1. Zwiebeln klein schneiden. In Pfanne geben und etwas andünsten mit dem Kokosfett.
  2. Reis hinzugeben und kurz auf mittlerer Temperatur schwenken.
  3. In der Trommelreibe den Kürbis (entkernt und geschält) reiben und hinzugeben.
  4. Ca. 5 Minuten schwenken.
  5. Temperatur etwas höher schalten. Bio-Weisswein hinzugeben und Flüssigkeit verdunsten lassen.
  6. Die Bouillon nach und nach hinzugeben und alles weich kochen (immer wieder rühren!). Den Oregano und Pfeffer gebe ich gegen Ende hinzu.
  7. Am Schluss: Der geriebene Käse darüber streuen und etwas ziehen lassen.
  8. Erst am Schluss den frischen, klein geschnittenen Bärlauch hinzugeben und evtl. etwas nach würzen mit Steinsalz.

Safran wirkt…

unterstützend für unser Gemüt, resp. stimmungsaufhellend und wird in der Volksheilkunde auch verwendet, um unsere Nerven zu schützen.

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