In turbulenten Zeiten in seiner Mitte bleiben – dies geht am Besten über die Natur.

Tipp Nr. 1

Nimm die Natur mit all deinen Sinnen wahr! Rieche, fühle, schmecke, höre sie… Nimm wahr, was um dich wächst. Welche Pflanzen wachsen gemeinsam? Verreibe ein Blatt einer Zitronenmelisse  in deinen Fingern und nimm den Duft wahr. Oder wirkt nicht bereits der Duft eines zerriebenen Rosmarinblattes aktivierend auf uns, wenn wir müde und erschöpft sind? Bereits Paracelsus, einer der erfolgreichsten Ärzte, die es gab, war viel gereist, hat die Natur und Menschen intensiv beobachtet.

Sich Wissen aus Studien und Büchern anzueignen macht Sinn. Doch noch viel wichtiger ist es, finde ich, dieses Wissen mit einem ganzheitlichen Wissen zu verbinden – wie beispielsweise die Gabe, Dinge aufmerksam zu beobachten, aber auch dem Vertrauen in uns selbst, dass wir meines Erachtens mehr nähren und stärken sollten.

Da ich überzeugt davon bin, dass wir alles in uns tragen, was wir zum Leben benötigen und unsere eigene innere Intelligenz ganz genau weiss, was wir brauchen um glücklich und zufrieden zu sein, versuche ich Menschen auch in der Körpertherapie darin zu stärken.

Die Knospen des Weissdorns, welche wir zurzeit überall sehen.

2. Tipp

Hast du schon einmal versucht Pflanzen, Bäume oder einen Sonnenuntergang zu malen?  Das ist unglaublich faszinierend und beruhigend – gerade jetzt im Frühjahr sich beispielsweise vor einen Strauch mit Knospen hinzusetzen und diesen aufmerksam zu betrachten mit all seinen Farben und Formen und ihn zu malen. Gerade Sträucher erkennen viele von uns um diese Jahreszeit kaum ohne Blätter und Blüten. Auch lernen wir so Sträucher im Jahresverlauf zu erkennen, indem wir sie das ganze Jahr über aufmerksam beobachten.

Tipp Nr. 3

Hol dir die Natur nach Hause! Heilpflanzen wie Thymian, Rosmarin, Oregano, Majoran, Dill, Ysop und auch beispielsweise die Zitronenmelisse oder sogar die Brennnessel lassen sich, für alle die keinen grossen oder kleinen Garten besitzen, wunderbar auch in Töpfe nach Hause holen. Aber auch ein Topf mit Tomaten, damit wir immer Sommer leckere, frische Tomaten ernten können, lassen sich wunderbar so kultivieren. Aber sogar Bohnen, damit wir mit wertvollem Eiweiss versorgt sind, können wir an eine geeignete Hauswand aussäen.

Eine kurze Bemerkung zum Wasserhaushalt: Wer Pflanzen in Töpfen hält, wird feststellen dass diese rasch viel Wasser benötigen. Besser ist es, sich ein altes Weinfass aus Holz zuzulegen, wo wir Regenwasser speichern können.

Aus diesen Pflanzen kannst du übrigens bereits viele Hausmittel für deine Kräuterapotheke herstellen oder damit auch einfach ein Kräutersalz selber machen.

Gerne kannst du dazu natürlich auch an meinem Online-Kräuterkurs teilnehmen, bei dem wir im Jahreskreislauf Wild-/Heilkräuter ernten. Ich zeige dir auch, wie du sie jeweils im Einklang mit der Natur sammelst und verarbeitest.

Ein  4. Tipp

Faszination NATUR! Mal ehrlich: „Kennst du einen Menschen, welcher findet: „Ach nein, ich gehe nicht so gerne in die Natur?“ Ich weiss nicht, wie es dir geht, doch ich finde keinen einzigen Menschen in meiner Umgebung, der nicht dann und wann regelrecht fasziniert ist von einer Wanderungen in den Bergen, dem Plätschern eines Baches, dem Rauschen der Wellen des Meeres zu lauschen oder das Betrachten eines Sonnenunterganges. 

 

Der Mensch findet Kraft und Frieden in der Natur – davon bin nicht nur ich überzeugt. Es gibt mittlerweile zahlreiche Studien, welche belegen, wenn wir Zeit in der Natur verbringen, dies unser Gehirn beruhigt, unsere Leistungsfähigkeit verbessert und uns entspannt. Doch die „Faszination“ ist dabei wichtig! Auch zwei Umweltpsychologen, Rachel und Stephen Kaplan konnten dies in einer Studie 1970 belegen. 

Mein 5. Tipp um dich mehr mit der Natur zu verbinden

Wenn wir Pflanzen und die Natur beobachten, zeigen sie uns von Geburt, über das Leben bis zum Tod alle Zyklen. Wenn wir sie beobachten, werden wir feststellen, wie sehr wir für unser eigenes Leben darin unsere Unterstützung finden. Bereits als Kind habe ich stundenlange Spaziergänge unternommen, wenn ich mit Herausforderungen konfrontiert war. Dies hat mich immer wieder darin unterstützt, wieder zurück in meine Mitte zu finden.

Diese Zyklen zeigen uns natürlich auch auf, dass unser Leben vergänglich ist. Ein sehr wichtiger Prozess, finde ich, den wir uns Menschen immer wieder in Erinnerung rufen sollten. Ich glaube auch, dass wir nur so wirklich aktiv und sinnvoll unser Leben gestalten können.

Ich werde mir in der Natur auch immer wieder bewusst, dass jedes Lebewesen, jeder Mensch, jedes Tier oder auch jede Pflanze ihre ganz eigenen Bedingungen und Bestimmung hat um hier auf der Erde zu sein, zu wachsen und gedeihen.